Ungarn: die andere Seite

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Allmählich sollte immer dann, wenn bei uns die üblichen »Leitmedien« anfangen, im Chor zu heulen, große Vorsicht einkehren. Jetzt ist neben dem Iran und Syrien auch Ungarn dran–aber richtig, gleich mit Demokratie-Keule. Als zu Jahresbeginn einige 10.000 Oppositionelle gegen die konservative Regierung von Viktor Orbán demonstrierten, deshalb in unseren Medien aus. [1][2][3] Am Samstag jedoch strömte in fast eine halbe Million zusammen, um die EU-Politik zu kritisieren und die konservative Regierung unter Victor Orbán ausdrücklich zu unterstützen. Ganz offiziell mit dabei: der Verband der Sinti und Roma unter Flórián Farkas. Das sei hier nur deshalb erwähnt, weil EU-Politiker und große Medien der regierenden Fidesz-Partei (Abkürzung für: »Bund Junger Demokraten«) eine diskriminierende Politik vorwerfen. Die Berichterstatter unserer Großmedien hielten sich jedoch am Wochenende erkennbar zurück, nichts zu sehen in der Tagesschau und wenig anderswo. Das ZDF-Magazin heute [4] berichtete, jedoch kamen vor allem Regierungsgegner zu Wort, auch mit Tatsachen, die so nicht stimmen können: Gleich der dritte Interviewpartner im Bericht ist der »Politikwissenschaftler« Attila Juhasz. Er behauptet im Bericht, die Regierungspartei habe seit Regierungsübernahme 2010 die Hälfte ihrer Wähler verloren. Am Schluss jedoch sagt die ZDF-Reporterin Tonja Pölitz, Fidesz (Zweidrittel-Mehrheit im Parlament!) werde eine Neuwahl immer noch knapp gewinnen–doch nur eine der beiden Aussagen kann rechnerisch zutreffen.

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