Sechs Masterpläne für das Ende der Euro-Zone
Das Vertrauen in die Gemeinschaftswährung schwindet und selbst das Aus für den Euro ist kein Tabu mehr. Die Kandidaten für den Wolfson-Preis haben mit ihren Szenarien bereits die Märkte überzeugt.
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Das Vertrauen in die Gemeinschaftswährung schwindet und selbst das Aus für den Euro ist kein Tabu mehr. Die Kandidaten für den Wolfson-Preis haben mit ihren Szenarien bereits die Märkte überzeugt.
Demografie-Steuer: Wie DIE WELT für die CDU Stimmung macht / Eine Sozialversicherung für alle ist wirtschaftlich vernünftig / Merkels Spardiktat greift: Noch nie waren so viele in der Euro-Zone arbeitslos / Europas soziale Krise / Kapitalismus im Endstadium: Der "American Dream" ist ausgeträumt / FDP beschäftigt Lobbyisten an ihren Ministeriumsspitzen / Kriegsminister De Maiziere (CDU) will Veteranen-Feiertag einführen / Sachsen-Anhalt: Kennzeichnungspflicht für Polizisten gilt nicht bei D
Themen: Euro-Zone: Arbeitslosigkeit auf 15-Jahres-Hoch – Arbeitszeit: Was Arbeitnehmer wollen – Bildungspaket: Eine politische Mogelpackung – Schlamperei im Amt: Stolperstein Jobcenter – Für Kinderzuschlag zu arm, für Wohngeld zu reich – BA/GKV Abkommen: "Gesundheitsfürsorge" für Arbeitslose – Menschenunwürdige Zustände in deutschen Gefängnissen – Bildungspaket: Gerichte verzögern Verfassungsklage – mehr…
Europas Norden ist weiter konjunkturell stark, der schwache Süden aber droht die Wirtschaft auszubremsen. In keinem Land stieg die Erwerbslosigkeit so stark wie in Spanien – dort lebt jeder dritte Arbeitslose der Euro-Zone.
Wenn man weiß, wie die Arbeitslosenzahlen gebogen werden, damit sie einigermaßen gut aussehen, kann sich vielleicht vorstellen, was diese Meldung bedeutet:
Die Euro-Zone meldet eine Rekordarbeitslosigkeit von über 17 Millionen Menschen.
Mit einem simplen Trick versuchen die Finanzminister, den Euro-Rettungsschirm auf eine Billion aufzublähen: Sie rechnen in Dollar, nicht mehr in Euro. Auch Griechenland-Hilfen fließen mit ein.
Der griechische Ökonom Yanis Varoufakis über Griechenlands Zukunft, die sozialen Verwerfungen in seiner Heimat und die deutsche Suche nach einer Strategie für die Euro-Zone
Die Neuzulassungskatastrophe ist ein sicheres Anzeichen. Die “Austerity”-Fanatiker in den europäischen Regierungen, die Sparen verordnet haben statt höhere Löhne, haben es geschafft: In diesem Moment sinkt Europa als Ganzes in die Wirtschaftskrise. Die sensationellen Einbrüche bei den Automobilzulassungen in Europa sprechen eine klare Sprache: Der „kleine Mann“ hat kein Geld mehr, Autos zu kaufen und das gilt europaweit, nicht nur in der Euro-Zone.
In der Euro-Zone werden Spekulanten mit Milliarden aufgepäppelt und Staaten finanziell stranguliert. Rezession drückt Griechenland auf Drittweltniveau. An den Aktienmärkten herrscht Boomzeit. »Krise? War da was«, fragt die Financial Times Deutschland (FTD) zu Beginn eines Berichtes darüber. Während die Euro-Zone in die Rezession übergeht, feiert der Deutsche Aktienindex (DAX) ein regelrechtes Kursfeuerwerk.
Die Euro-Zone zählt ein wirtschaftliches Entwicklungsland zu ihren Mitgliedern: Griechenland wird beim Bruttoinlandsprodukt mittlerweile von Staaten wie Peru und Vietnam übertroffen – und vielleicht sogar von Bangladesch.
Der Befund ist niederschmetternd: Während die Regierungen Europas Reformen für die weitere Zukunft angeschoben haben, werden in der Gegenwart die Probleme immer größer. Die Euro-Zone braucht endlich eine Strategie für die mittlere Frist. Und zwar schnell.
Die Euro-Krisenländer müssen ihre Preise drastisch senken, um wieder wettbewerbsfähig zu werden. Andernfalls bleibt ihnen nur die Möglichkeit eines temporären Austritts aus der Euro-Zone.